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Ein kleiner Film des Deutschen Schuhinstituts zum Thema:

Ziele des Weiten-Maß-Systems

 

 

Gibt es bei Kinderfüßen beachtenswerte Besonderheiten?

  • Höchstens 2% aller Fußschäden sind angeboren.
  • Bewegungsmangel und nicht passende Kinderschuhe sind die Hauptursache erworbener Fußschäden und gesundheitsschädlich.
  • Die Knochen wachsender Kinderfüße sind weich. Sie sind verformbar durch Wachstumsfehllenkung. Sie sind - anders als Erwachsenenfüße - gegen Druck relativ schmerzunempfindlich. Kinder können deshalb bei der Anprobe keine verlässliche Auskunft geben, ob ein Schuh passt.

  • Druck mit dem Daumen auf die Schuhspitze funktioniert bei Kindern nicht - anders als bei Erwachsenen. Kinder ziehen bei Druck im Reflex die Zehen ein. Der Eindruck, dass noch Platz vor den Zehen sei, ist dann falsch. Ist der Daumen weg, sind die Zehen wieder vorne.


Welche Anforderungen stellen Kinderfüße an passende Schuhe?

Wieviel Schuhinnenlänge braucht ein Fuß (Beispiel Größe 30)?

Dreimal derselbe Fuß: Bei verschiedener Belastung auch verschieden lang. Gemessen wird im Stehen!
Schuhe nutzen wir zum Gehen, Laufen usw.: Darum muss der Schuhinnenraum mindestens die Länge des dynamisch belasteten Fußes haben. Da Kinderfüße wachsen, kommt eine Wachstumsreserve hinzu.




    • Zuwachsraum: Kinderfüße wachsen - im Jahr durchschnittlich um 2 - 3 Längen
      (je nach Alter).
    • Schubraum: Jeder Fuß schiebt sich beim Gehen, Laufen usw. ein Stück nach vorne. Ist dieses "Stück" (der "Schubraum") im Schuh nicht als freier Raum vor den Zehen vorhanden, werden die Zehen bei jedem Schritt um dieses Stück zurückgestaucht. Dieses Zurückstauchen führt auf Dauer zu Vorfußschäden, die sich mit der Zeit immer weiter auswachsen bis zu Haltungsschäden. Neueste Forschungen zeigen, dass der "Schub" das Resultat einer komplizierten Relativverschiebung von Fuß und Schuh ist. Schuhbeschaffenheit (Sohlendicke, Flexibilität) verändern den "Schubbedarf".
    • Verschiedene Breiten und Höhen: Kinderfüße sind bei gleicher Länge unterschiedlich breit und hoch. Ein Maß dafür ist die Weite, gemessen über die Ballenpunkte rund um den Fuß. Kinderschuhe benötigen eine angemessene Weite.

  • Großzehenhöhe: Der Kinderfuß stößt mit der längsten Zehe (meist die Großzehe) zuerst oben an das Vorderleder des Schuhs. Bei WMS ist daher eine Großzehenhöhe in Punkt D festgelegt.
  • Ballenpunkte: Eine alte Schusterregel lautet: Ballen auf Ballen. Für eine natürliche Abrollbewegung des Fußes im Schuh muss die Lage der Ballenpunkte von Schuh und Fuß übereinstimmen. Bei WMS ist die Ballenlinie E-F in einer fußgerechten Proportion B-C zu A-C festgelegt.
  • Groß- und Kleinzehenwinkel: Der Kinderfuß mit empfindsamen Zehen darf auch nicht von den Seiten zu sehr eingeengt werden. Rollt der Fuß ab, muss für die lagegerechte Ausdehnung der Zehen nach vorne im Schuh ausreichend Raum vorgegeben werden. Bei WMS die Zehenwinkel CEG und CFH.



Welche Forderungen muss nach diesen Vorgaben ein passender Kinderschuh erfüllen?



    • Der Schuh muss um die Zugabe länger sein als der Fuß. Diese Schuhinnenlänge darf auf keinen Fall unterschritten werden. Zuwachsraum + Schubraum = Zugabe: Als Zugabe bezeichnen die Schuhfachleute den Teil, den der Schuh vor den Zehen länger ist als der Fuß.


    • Kinderschuhe müssen in verschiedenen Weiten angeboten werden. Wenn ein Fuß schmaler ist als der Schuh, dann kann der Fuß vom Schuh nicht im Spannbereich gehalten werden. Er rutscht nach vorn in die Zugabe. Vorne werden schmale Füße in zu weiten Schuhen gestaucht - wie in zu kurzen Schuhen - während hinten die Schuhe schlappen und so zu groß erscheinen.



    • Die Ballenlinie mit den Ballenpunkten muss eine fußgerechte Proportion Vorfuß zu Rückfuß aufweisen. Andernfalls wird die Ferse aus dem Schuh gehebelt.
    • Die Großzehenhöhe muß ausreichend hoch sein (bei WMS-Kinderschuhen nach Größengruppen festgelegt).


  • Die Schuhspitze darf die Zehen von der Seite her nicht einpferchen. (bei WMS Mindestwinkel für Groß- und Kleinzehe).


Warum ist die richtige Schuhweite so wichtig?

Zu weiter Schuh:
1 Fuß rutscht in Zugabe
2 Zugabe wandert an Ferse
3 Schuh schlappt hinten


  • Füße rutschen in zu weiten Schuhen immer nach vorn in die Zugabe. Zu weite Schuhe schädigen die Füße daher genauso wie zu kurze Schuhe. Schuhe der notwendigen Länge passen nicht.
  • Füße werden in zu schmalen Schuhen von den Seiten eingepfercht. Sie klaffen am Verschluss oder sitzen zu stramm (z.B. bei Gummizügen).
  • Die Weite ist bei richtig konstruierten Schuhen (WMS-Schuhen) ein dienendes Maß. Die Gegenprobe lautet immer: Wenn ein ausreichend langer Schuh gut am Fuß sitzt, stimmt auch die Weite. Die Weite wird von der Fußbreite wie von der Fußhöhe bestimmt. Es ist möglich, dass eine kompetente Verkäuferin bei einem flachen Fuß die Weite (mittel) nimmt, obwohl (weit) gemessen wurde. Bei einem besonders hochgesprengten Fuß wird sie Weite (weit) nehmen, obwohl (mittel) gemessen wurde. Damit Kinderschuhe der richtigen Länge auch Halt an den Füßen finden, benötigen sie die für den Fuß passende Schuhweite.


Wie werden Kinderschuhe richtig angepasst?



  • Das WMS-Fußmessgerät: Mit dem WMS-Fußmessgerät wird die Länge beider Füße im Stehen gemessen. Der längere Fuß gilt. Die Breite wird als erste Annäherung zur Weite ermittelt. Die Füße werden in Strümpfen unter Belastung im Stehen gemessen. Von den Fußmaßen wird anhand der WMS-Längen/-Weiten-Skala eine Übertragung auf die notwendige Schuhlänge und -weite hergestellt. Diese Übertragung gilt nur für WMS-Kinderschuhe, die den WMS-Richtlinien folgen.
  • Das Anpassen von WMS-Kinderschuhen: Damit ein Kinderschuh wirklich passt, muss er richtig angepasst werden. Kinderschuhe werden industriell als standardisierte Serienprodukte in Längen- und Weitensprüngen hergestellt. Eine Länge z.B. umfasst 6 2/3 mm. Kinderfüße sind in ihren Maßen individuell. Das WMS-Schuhfachpersonal mit WMS-Diplom hat in einem Spezialseminar geübt, wie WMS-Kinderschuhe mit den WMS-Hilfsmitteln (Messgerät, Innenlängen-Mess-Schieber) richtig anzupassen sind.

WMS-kompetentes Fachpersonal weiß,
  • dass die ausreichende Länge maßgeblich ist,
  • dass die Weite in Einzelfällen nach oben oder unten angepasst werden muss,
  • dass bestimmte Fußtypen nicht alle Schuhtypen, -schnitte oder -verschlusslösungen tragen können.

 

Warum Kinderschuhe nach WMS?

Kinder und Eltern benötigen Hilfe, um passende Schuhe zu finden. Geschlossene Kinderschuhe verwehren den Eltern die Kontrolle, ob die Füße passende Schuhe gefunden haben. Kinder können nicht verlässlich beurteilen, ob die Schuhe zu kurz sind. Der Daumendruck auf die Spitze versagt bei Kindern, da sie im Reflex die Zehen einziehen und so der Freiraum vor den Zehen nicht sicher ertastet werden kann (falls dies steife Vorderkappen überhaupt zulassen).

 



 

Das Prinzip von WMS


Der Fuß ist das Maß für den Schuh!

WMS löst das Problem: WMS nimmt an den Kinderfüßen Maß und ordnet Schuhe zu, die alte Erfahrungsregeln der Schuhmacher und neue medizinische Forschungsergebnisse umsetzen. Die Grafik zeigt einige der wichtigen Standardisierungsvorschriften von WMS Kinderschuhen, Voraussetzungen, dass WMS-Kinderschuhe überhaupt passen und die am Fuß erhobenen Maße eine sinnvolle Anwendung finden können.

Das WMS-Fußmessgerät und Kinderschuhe nach WMS gehören zusammen. Für die jeweilige Fußlänge und -breite wird eine Schuhlänge und -weite angeben. Die WMS-Richtlinien stellen für die industrielle Serienfertigung sicher, dass die natürlichen Fußproportionen berücksichtigt werden und dass wichtige, für die Passform notwendige Schuhmaße, bei unterschiedlichen Herstellern identisch sind. Nur dadurch sind am Fuß genommene Maße auf Schuhe verschiedener Hersteller übertragbar.
Die WMS-Richtlinien schreiben für jede Größe eine Schuhinnenlänge vor, die aus der Fußlänge und der notwendigen Zugabe besteht. Diese Zugabe ist in medizinwissenschaftlichen Großversuchen ermittelt worden. Die Schuhweite und die fußproportionsgerechte Lage der Ballenlinie ist fixiert. Eine ausreichende Zehenhöhe ist in der Vorschrift sichergestellt. Mindestwinkel für Groß- und Kleinzehe sorgen dafür, dass der Fuß vorne nicht eingeengt wird. Die fußwichtigen Schuhmaße sollen aber auch noch stimmen, wenn die Schuhe längere Zeit getragen und strapaziert wurden. Das setzt gute Materialien und auch genaue, qualifizierte Verarbeitung voraus.

 



 

Worauf können Eltern beim Kinderschuhkauf achten?

  • Achten Sie mit darauf, dass beim Füße messen die Strümpfe gut am Fuß sitzen, dass die Fersen richtig am Fersenanschlag des Gerätes stehen.
  • Achten Sie auf das WMS Zeichen am Schuh oder am Karton. Andere Kinderschuhe können bis zu zwei Nummern kürzer ausfallen.
  • Ein WMS-Kinderschuh darf auf keinen Fall kürzer gewählt werden, als durch die Fußmessung ermittelt wurde.
  • Wirklich passend ist ein Kinderschuh erst, wenn der ausreichend lange Schuh im Spannbereich (Weite) gut am Fuß sitzt. Wird ein WMS-Schuh länger als gemessen gewählt, muss eine Laufprobe sicherstellen, dass das Kind nicht stolpert.

 

Die Informationen des DSI (Das Schuhinstitut GmbH) zum Thema WMS können sie hier auch gerne downloaden und ausdrucken.

Klicken Sie hierzu einfach auf die Grafik (s.u.)

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Pressemitteilung des DSI (Das Schuhinstitut)

vom 12. September 2011

WMS - mehr Weiten, mehr Reichweite



Um gesunde Kinderfüße und Kinderschuhe nach WMS drehte sich am GDS-Freitag alles beim Roundtable, zu dem das Deutsche Schuhinstitut (DSI) Fachpresse, Fachhändler und Vertreter der Schuhindustrie geladen hatte. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Chancen und Ziele der Ende Juni verabschiedeten neuen WMS-Richtlinien.
Seit mehr als 40 Jahren sorgen Kinderschuhe nach WMS dafür, dass Kinder gesund aufwachsen. Über 1.000 registrierte Schuhfachhändler und Millionen von Eltern vertrauen dem Weitenmaß-System, das bei Kinderschuhen nicht nur die Länge, sondern auch die richtige Weite berücksichtigt. Nun startet das bewährte Weitenmaß-System in eine neue Ära. Die für viele Jahre gültigen WMS-Richtlinien wurden überprüft und modernen Produktionsbedingungen angepasst. DSI Geschäftsführer Manfred Junkert stellte die neuen WMS-Richtlinien vor, welche zwei unterschiedliche Modelle beinhalten und zukünftig die Gegebenheiten internationaler Produktion besser berücksichtigen. Modell A sieht wie bisher die Fertigung der Produktionsleisten durch WMS-lizensierte Leistenhersteller vor. Die Überprüfung der WMS-Schuhe erfolgt dabei durch Stichproben im Auftrag des HDS. Modell B basiert auf der Fertigung der Produktionsleisten auf Grundlage gradierter Größensätze durch Leistenhersteller ohne WMS-Lizenz. Während die Entwicklung aller WMS-Leisten in jeder erforderlichen Basis-Schuhgröße sowie die Gradierung der Größenserie durch einen WMS-lizensierten Leistenhersteller erfolgt, werden die Produktionsleisten von einem nicht WMS-lizensierten Leistenhersteller mit Hilfe eines gradierten Größensatzes sowie dazugehöriger WMS-Brandsohlenschablonen erstellt. „Die Verantwortung liegt beim WMS-Schuhhersteller und wird durch eine automatische Überprüfung der Schuhmodelle vor WMS-Lizenzerteilung und Vergabe einer Zertifizierungsnummer sichergestellt“, erläuterte Manfred Junkert die Vorgehensweise, die keineswegs eine Lockerung der technischen Anforderungen bedeutet. WMS als schlagkräftiges Gütesiegel Vorrangiges Ziel der neuen WMS-Richtlinien ist die Stärkung von WMS in der öffentlichen Wahrnehmung. „Wir möchten das ebenso erfolgreiche wie einzigartige Weitenmaß-System für interessierte, auch internationale Kinderschuhhersteller öffnen“, formuliert Manfred Junkert die Strategie, die bei einer Reihe von Kinderschuhherstellern bereits auf großes Interesse gestoßen ist. Marlies Hüser, Kinderschuh-Expertin und Inhaberin von Schuh Hölscher, in Emsdetten begrüßt diesen Schritt. „Für uns als Fachhändler ist WMS ein fantastisches Marketing- und Kundenbindungsinstrument. Hinzu kommt: Immer mehr Eltern fragen konkret nach Kinderschuhen mit WMS. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn wir in Zukunft noch mehr Marken mit WMS-Lizenz in unser Sortiment aufnehmen können.“ Mögliche Bedenken, dass mehr WMS-Hersteller zu einem Verdrängungswettbewerb im Kinderschuhmarkt führen könnten, teilt Kai Moewes, Verkaufsleiter bei Ricosta, nicht. Im Gegenteil: „Wir sind überzeugt, dass das Gütesiegel WMS durch die Öffnung für potenzielle Lizenznehmer weiter gestärkt und somit noch schlagkräftiger im Markt verankert wird. Wir haben keine Angst vor Wettbewerb!“

Kontakt: DSI, Dr. Claudia Schulz, Berliner Str. 46, 63065 Offenbach, Tel.: 069/829741-10, E-Mail: c.schulz@schuhinstitut.de

 



Pressemitteilung des DSI (Das Schuhinstitut)

vom 21. September 2011

WMS und BVOU unterzeichnen Kooperationsvertrag



Der Berufsverband der Orthopäden und Unfallchirurgen (BVOU e.V.) und das unter dem Dach des DSI angesiedelte Weitenmaßsystem WMS haben am 9. September 2011 Kooperation festgelegt. Die Vereinbarung, die ab sofort in Kraft tritt, sieht gemeinsame Veranstaltungen, Projekt-Initiativen und eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Marketing und Social Media vor. Ziel der Kooperation ist es unter anderen, bei Eltern und Kindern mehr Bewusstsein und Aufklärung im Hinblick auf Fußgesundheit und passende Schuhe zu schaffen.
Auch eine Beteiligung von WMS an der jährlich stattfindenden BVOU-Aktion ‚Orthofit‘ ist vorgesehen. Der nächste Aktionstag mit dem Titel ‚Zeigt her eure Füße‘ findet am 9. November 2011 bundesweit in deutschen Grundschulen statt. Mehrere hundert Orthopäden des Verbandes werden an dieser Informationsveranstaltung für Erstklässler teilnehmen, um gemeinsam mit WMS einen aktiven Beitrag zum Bewusstseinswandel in der Öffentlichkeit leisten. Manfred Junkert, Geschäftsführer des DSI, sieht in der Kooperation spannende Perspektiven: „Durch die enge Zusammenarbeit mit dem BVOU schaffen wir die einzigartige Möglichkeit, die Vorteile des bewährten Weitenmaßsystems WMS zu stärken und einen weiteren Beitrag im Sinne der Fußgesundheit unserer Kinder zu leisten.“ Für Dr. Andreas Gassen, Vizepräsident des BVOU, steht das Thema Prävention im Vordergrund: „Kinder sollen wieder mehr Spaß an der gesunden Bewegung finden und ihre Eltern rechtzeitig die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen für sie wahrnehmen.“

Kontakt: DSI, Dr. Claudia Schulz, Berliner Str. 46, 63065 Offenbach, Tel.: 069/829741-10, E-Mail: c.schulz@schuhinstitut.de


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